CBD // Legales Hanfextrakt als Gesundheitsbooster?

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Von David Klinkhammer

Cannabidiol (CBD) wird aus der Hanfpflanze gewonnen. Studien schreiben ihm eine positive Wirkung auf unsere Gesundheit zu. Durch seine entzündungshemmenden und schmerzlindernden Effekte bietet es eine Möglichkeit für die Therapie diverser chronischer Erkrankungen. Im Gegensatz zum bewusstseinserweiternden und illegalen Wirkstoff THC, welcher ebenfalls aus verschiedenen Hanfgattungen gewonnen wird, ist CBD völlig legal und ungefährlich.

Immer häufiger stößt man heute auf diese drei Buchstaben. Populäre Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln und Supplements im Fitness propagieren ganze Produktpaletten. Haben wir es hier mit einem neuen Wundermittel zu tun? Wir nehmen den Wirkstoff etwas genauer unter die Lupe.

Hanf als Nutzpflanze völlig legal

Die Hanfpflanze wird völlig zu Unrecht mit holländischen Coffeeshops, Bob Marley, einem Grünen Politiker oder gar einem Comedian in Verbindung gebracht. Neben der verbotenen Substanz THC wird Hanf schon seit Jahrtausenden als Nutzpflanze kultiviert. Aus den Fasern werden Stoffe hergestellt und aus diesen Samen Öl gepresst. Ein Rauschzustand muss bei diesen Verarbeitungsformen allerdings nicht befürchtet werden. Die Hanfpflanze enthält insgesamt über 80 verschiedene Stoffe, die Cannabinoide genannt werden. Lediglich Tetrahydrocannabinol (THC, Marihuana) besitzt die illegale psychoaktive Eigenschaft. CBD ist im Gegensatz zu THC ein nicht psychoaktives Cannabinoid. Der Anbau von Industriehanf (bspw. Cannabis sativa) ist legal, solange der THC Gehalt nicht 0,2% übersteigt.

CBD ein echter Alleskönner

Cannabidiol wird mit aufwendigen Verfahren aus der Hanffaser extrahiert und in den meisten Fällen Hanfsamenöl beigefügt. Das Öl enthält viele wertvolle ungesättigte Fettsäuren, welche die Aufnahme des hochgradig lipohilen CBDs durch die Körperzellen unterstützt. Hier entfaltet es eine Vielzahl von positiven Effekten. So unterstützt es den Körper bei allen Arten von akuten inflammatorischen Reaktionen. Diese könnte bspw. ein wichtiger Indikator für die Regenerationsphase nach einer sportlichen Einheit darstellen.

Bei chronischen Entzündungen, wie sie bei Arthritis, Diabetes oder Morbus Chron vorliegen, kann CBD durch seine entzündungshemmende Wirkung insbesondere die Schmerzsymptome eindämmen.

Bei der Dosierung von CBD raten verschiedene Studien zu einer Dosierung von 10-100mg pro Tag bzw. bei starken Schmerzen oder Epilepsie bis zu 800mg.

Warum den Schmerz nicht mit Schmerzmitteln behandeln?

Betäubende Schmerzmittel (Opioiden) wirken in unserem Körper wie Endorphine (Glückshormone). Die körpereigene Endorphinfreisetzung wird aber gleichzeitig gehemmt. Dies kann nicht nur zu einem Abhängigkeitszustand nach Pseudoendorphinen führen, sondern der Mensch verliert dabei die Fähigkeit, selbsterzeugtes „Glück“ zu empfinden. CBD unterstützt die körpereigene Freisetzung von Endorphinen. Neben der positiven Wirkung auf die Schmerzbekämpfung, können Endorphine bei psychischen Erkrankungen - wie der Angststörung - als durchaus heilsam angesehen werden.

CBD kann durch die Einwirkung auf spannungsgesteuerte Kalzium- und Kaliumkanäle die synaptische Übertragung modulieren. Diese Funktion kann ein wichtiger Indikator bei der Bekämpfung von Krankheiten aus dem Epilepsiekreis sein, bei denen dieser Mechanismus gestört ist. 

Durch seine antioxidativen Eigenschaften hilft CBD bei der Linderung von Beschwerden durch Hauterkrankungen. Freie Radikale, die bei oxidativem Stress freigesetzt werden, tragen zur Zellalterung bei. Dies gilt ebenfalls für unsere Hautzellen. Es ist anzunehmen, dass CBD der Alterung entgegenwirken kann. Die Wirkung soll eine stärkere sein, als bei Ascorbinsäure (Vitamin C) und Tocopherol (Vitamin E).

Die Nebenwirkungen?

Diverse Studien konnten bislang keine negativen Auswirkungen auf den menschlichen Körper zeigen. Physiologische Parameter, wie Herzfrequenz, Blutdruck und Körpertemperatur, bleiben bei einer Einnahme unverändert. Die opioide Wirkung auf den menschlichen Körper beeinträchtigt die psychologische und psychomotorische Funktion nicht. Deswegen wurde das Cannabinoid von der NADA (Nationale Anti Doping Agentur) für den Spitzensport als legal eingestuft. Jedoch sollte hier darauf geachtet werden, dass die CBD-Produkte in ihrer Reinform erworben werden. Andere Cannabinoide, insbesondere THC, stehen weiterhin auf der List verbotener Substanzen.

Fazit

Cannabidiol kann insbesondere bei entzündlichen Prozessen als durchaus wirksam angesehen werden. Schmerzempfindungen können durch die Unterstützung von CBD bei der Freisetzung von körpereigenen Endorphinen reduziert werden. Davon profitieren nicht nur chronisch erkrankte Menschen, deren Erkrankungen oftmals mit einer Entzündung in Zusammenhang stehen, sondern auch Sportler in der Regenerationsphase. Durch die Reduzierung der Auftrittswahrscheinlichkeiten von Krämpfen steht CBD ebenfalls im Fokus bei der Behandlung von Krankheitsformen aus dem Epilepsiekreis. Das Cannabinoid schützt unsere Haut durch seine antioxidativen Eigenschaften vor dem Eindringen von freien Radikalen und trägt so zu einem gesunden Hautbild bei.

 

Dozent Deutsche Sportakademie

Über David Klinkhammer:

David Klinkhammer ist mit seinem Hintergrund als Sportwissenschaftler (B.A.), Fitness- und Athletiktrainer sowie Ernährungsberater Tutor & Dozent an der Deutschen Sportakademie. Hier betreut & begeistert er die Studenten zu Themen wie Trainingsplanung- und Steuerung, Fitnesstraining in der Praxis, zielgruppenspezifische Trainingsplanung im Cardiotraining und Motivationstraining im Personal Training.

Als leidenschaftlicher Sportler und selbstständiger Fitnesstrainer bietet er Bootcamps und Athletiktrainings in Köln an. Abschalten kann er am besten beim Kochen, bei dem er seine kulinarische Inspiration überwiegend von den vielen Reisen durch Europa und Asien hernimmt.