Selbstfürsorge in Zeiten negativer Nachrichten

Blog Deutsche Sportakademie Selbstfürsorge

Warum bleiben negative Nachrichten hängen & wie kommen wir zurück in´s Hier & Jetzt?

 

Zur Zeit folgt eine negative Nachricht der nächsten. In Zeitungen, im Radio & TV und auf den Social Media Kanälen werden wir täglich mit neuen Schlagzeilen konfrontiert. Ein positives Gefühl und Selbstfürsorge ist da schwierig. Die Gefahr, im Strudel negativer Nachrichten gefangen zu bleiben, ist hoch, denn: Das Gehirn des Menschen ist so programmiert, dass es schlechte Nachrichten besser verarbeiten und speichern kann, da sie eine Art "Faszination" in uns ausüben.

 

5-4-3-2-1 Methode

Wenn das Gehirn auf Grund der Fluten schlechter Nachrichten nicht mehr runterfahren kann, setzt es uns unter Stress, der psychisch krank machen kann. Wie kommen wir also weg von den negativen Nachrichten zurück ins Hier & Jetzt?
Die 5-4-3-2-1 Methode - eine Achtsamkeitsübung für mehr Selbstfürsorge nach Betty Erickson bzw. Yvonne Dolan - richtet die Aufmerksamkeit auf die Außenorientierung durch einen bewussten Einsatz unserer Sinne. 

  1. Sehen: Nimm 5 verschiedene Dinge wahr & zähl sie dabei laut oder in Gedanken auf
  2. Hören: Lausche danach 5 verschiedenen Geräuschen & zähl sie ebenfalls laut oder in Gedanken auf
  3. Spüren: Nimm nun 5 verschiedene Dinge mit Deinen Händen oder Füßen war...

Nach dem ersten Durchlauf fängst Du wieder von vorne an, diesmal jedoch nur mit 4 Wahrnehmungen, danach 3, dann 2 und am Ende hast Du pro Sinn nur noch eine Wahrnehmung. Dabei können es immer neue Dinge in der Umgebung sein, die Du aufzählst, die Dinge können sich aber auch wiederholen. 

 

Weiter Tipps für mehr Selbstfürsorge

Atemübung

Atme tief ein und aus, am besten mit den Händen auf Deiner Bauchdecke. Stell Dir vor, dass der Bauch sich mit jeder Einatmung wie ein Ballon aufbläst und mit jeder Ausatmung wieder schrumpft. Probiere, etwas länger auszuatmen als einzuatmen, das beruhigt unser vegetatives Nervensystem

 

Optimismus-Tagebuch

Realistischer Optimismus hebt unsere Stimmung und regt uns zum Handeln an. Nimm Dir ein "Tagebuch" und schreib einmal auf, welche Dinge Dir in der Vergangenheit gut getan haben. Wann hast Du Dich froh & optimistisch gefühlt? Du kannst hierzu auch Deine Freunde interviewen, vielleicht ist noch ein schöner Gedanke dabei, der auch Dich optimistisch stimmt. In pessimistischen Zeiten kannst Du immer wieder auf diese Seite, auf deinen "Optimismus-Tank", schauen und Dich zu einem Umdenken motivieren.

 

Aktivitätenliste

Ähnlich wie in Deinem Tagebuch sammelst Du hier alle Dinge / Aktivitäten, die Dir gut tun, Hier sollten alle Sinne, Kurzinterventionen oder auch langfristigen Projekte vermerkt werden. In Zeiten, in denen es Dir nicht so gut geht, kannst Du Dir über Deine Aktivitätenliste Ideen für ein positives Erlebnis holen. Hier ein paar Beispiele: Düfte, Musik, Essen oder Trinken, kreative Tätigkeiten ausüben, Baden, Urlaub planen...

Hier findest Du noch mehr gute Ideen für positive Aktivitäten!

 

Für eine ausgewogene, innere Balance & um nicht im Strudel negativer Nachrichten hängen zu bleiben, spielt auch eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Schlaf eine entscheidende Rolle. Außerdem sollten wir uns regelmäßig Pausen vom Nachrichtenkonsum gönnen.

TIPP: Du interessierst Dich noch mehr für das Thema Achtsamkeit? Dann schaue doch mal bei unseren Lehrgängen Achtsamkeits- und Resilienztrainer vorbei!


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