Clean Eating

Achtsamer Umgang mit dem eigenen Körper und der Umwelt - gesunde Ernährung

Vegetarisch, Vegan, Paleo, Keto oder der Klassiker Low-Carb - nichts wird in den Medien so sehr zelebriert, wie Ernährungstrends und richtige Ernährung. Und wie steht es um die Ernährungsform Clean Eating? Clean Eating ist eine Ernährungsform, die von jeglichen künstlichen Lebensmittelzusatzstoffen absieht, regionale und faire Produkte zelebriert und überflüssige Verpackung verachtet. Der Zusatz von übermäßig viel Fett und zusätzlichem Zucker als Geschmacksverstärker findet bei der Zubereitung keine Verwendung. Vielmehr steht das Grundaroma der verarbeiteten Lebensmittel im Mittelpunkt.

Dieser Trend ist nicht neu. Es gab schließlich auch eine Zeit vor der Lebensmittelindustrie, wo gesunde Lebensmittel direkt vom Erzeuger gekauft wurden. Zudem propagiert die deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) schon seit Jahrzehnten, dass Vollwertkost für eine gesunde Ernährung unerlässlich sei.

Doch ist unsere Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten sehr viel schnelllebiger geworden. Das Essen muss schnell serviert und noch schneller verzehrt werden. Auf den „Geschmack“ soll dabei nicht verzichtet werden.
Diesen Anforderungen wird die Lebensmittelindustrie durch Fertigprodukte gerecht. Um auch die Anforderungen des Geschmacks zu befriedigen, gesellen sich zum Fertigungsprozess Fette, Zucker und Geschmacksverstärker. Für das Auge werden Farbstoffe hinzugefügt und für die Form Emulgatoren und Stabilisatoren. Diese Fertigessen landen dann durch den Zusatz von Konservierungsstoffen in der Konserve oder der Verpackung - der Umwelt zur Liebe versteht sich. Die fertigen Produkte werden dann in Fernsehwerbung und auf riesigen Werbebannern vermarktet und sind zu kleinen Preisen im Supermarkt-Regal zu kaufen.
Die Verlierer hierbei sind Umwelt, die regionale Landwirtschaft und vor allem unsere Gesundheit. Überlebenswichtige Nährstoffe, wie wir sie im frischen Gemüse finden, gelten längst nicht mehr als attraktiv. Die Verarbeitung ist einfach zu aufwendig und die Preise zu hoch.

Clean-Eating versucht dagegen zu halten. Die Bewegung kommt, wie bei den meisten Fitness- und Food-Trends, aus den USA. Tosca Reno ist die Pionierin des Begriffs Clean-Eating. Sie kommt aus der Bodybuildingszene und ist Personaltrainerin. Sie erkannte, dass es die Ernährungsweise des amerikanischen Volkes war, welche die sportlichen Erfolge ausblieben ließ. Als Konsequenz bot sie, neben professionellen Trainingseinheiten, auch Ernährungsprogramme an. Ihr erstes Buch erschien 2007 mit dem Titel "Die Eat-Clean Diät" - mittlerweile ein echter Klassiker in der Szene. Ihre Prinzipien für einen gesunden und starken Körper sind viel Eiweiß (überwiegend pflanzliches), wenig Zucker, Kohlenhydrate und Fette, dafür viel frisches Obst und Gemüse. Das Wort „Clean“ steht hierbei für den Verzicht auf industrielle Zusatzstoffe, welche den Körper belasten und "verunreinigen"

Ihre Mission ist bis heute ein purer Erfolg. 2017 verzeichneten Ernährungsindustrieriesen in den USA deutliche Rückgänge. Der Verzehr von zuckerhaltiger Brauselimonade war so niedrig wie seit 30 Jahren nicht mehr.

Ich kann mich mit Reno voll und ganz identifizieren.
Ich bin begeisterter Hobbykoch. Es ist der kreative Ausgleich neben meinem Job. Doch was bedeutet „Clean Eating“ für mich? Ohne eine Erläuterung über Google ran zuziehen, ist meine Vorstellung: Back to the roots!
Als Kind der Eifel wurde mir Clean Eating in die Wiege gelegt. Wir kauften unsere Produkte meist direkt vom Erzeuger und zwar ohne den Zusatz, den Lebensmittel bei der industriellen Verarbeitung erhalten. Wir waren zudem mit einem großen Garten gesegnet. Hier sehe ich meine Oma immer noch Kartoffeln, Blattsalat, Möhren, Radieschen und Zwiebeln ernten. In der Küche half ich meiner Mutter immer mit voller Begeisterung die Lebensmittel schmackhaft zu verarbeiten.

Ich habe mir die Freude am gesunden Kochen erhalten und bin meinen Werten auch heute weiter treu geblieben. Als Sportler werde ich durch diese Ernährungsweise begünstigt. Frisches und buntes Gemüse, mageres Fleisch, Fisch und gute Kohlenhydrate (langkettige) gehören für mich auf den Mittagstisch und helfen mir mich fit & vital zu fühlen.

Wir zeigen euch in den kommenden Wochen, wie schmackhaft und schnell frische Produkte zu einem Gericht verarbeiteten werden können, dass der Körper es einem dankt, wenn man weniger Industriezucker und Konservierungsstoffe zu sich nimmt und wie man sich von Tag zu Tag fitter fühlt. Nachkochen ist dringend erwünscht - eure Gesundheit und auch die Umwelt wird es euch danken: @deutschesportakademie


Von: David Klinkhammer