Interview mit Marion Münzenhofer

Foto Marion Münzenhofer

Absolventin Betriebliches Gesundheitsmanagement

Marion ist 42 Jahre alt und hat ihre Weiterbildung im Betrieblichen Gesundheitsmanagement an der Deutschen Sportakademie erfolgreich abgeschlossen. Im Interview erzählt sie, wie sie den Einstieg in die Weiterbildung gefunden hat, wie sie sich selbst organisiert hat und wie sie schlussendlich beruflich von ihrer Weiterbildung profitiert hat.

In welcher beruflichen Situation warst Du vor Deiner Weiterbildung und was hat Dich motiviert, die Weiterbildung zu starten?
Den Bezug zum Gesundheitsmanagement habe ich gefunden, als ich die Stelle einer Kollegin im Betrieblichen Gesundheitsmanagement übernommen habe. Bis dahin hatte ich keine Berührungspunkte mit diesem Bereich. Damit ich tieferes Wissen zu dem Thema erlange und nicht nur das mache, was mir meine Vorgängerin gezeigt hat, entstand der Wunsch, diese Weiterbildung zu machen.

Warum hast Du Dich für eine Weiterbildung an der Deutschen Sportakademie entschieden?
Ich habe bereits die Weiterbildung zur Resilienztrainerin abgeschlossen und war von den verschiedenen Modulen begeistert. Das hat das Lernen sehr erleichtert. Durch die untergliederte Aufteilung in Webinare, Präsenzunterricht usw. merkt man sich die Inhalte viel leichter. Die Fallstudien vertiefen das Wissen, weil man sich direkt Gedanken macht und tief in die Materie einarbeitet. Das fand ich sehr hilfreich.

Welche Inhalte haben Dir am besten gefallen?
Mir haben am besten die Themen Sucht am Arbeitsplatz, Instrumente des BGM sowie mitarbeiterorientierte Führung gefallen. Da konnte ich am Meisten mitnehmen, was ich im Arbeitsalltag verwenden konnte.

Was hat Dir am besten am flexiblen Online-Lernsystem gefallen?
Vor meiner Weiterbildung habe ich mit meinem Partner in einer Patchworkfamilie gelebt und war erneut schwanger. Daher war es mir sehr wichtig, dass die Weiterbildung gut mit meinem Alltag mit Baby und 3 weiteren Kindern passt. Durch das Online-Lernsystem konnte ich zu jeder Tages- und Nachtzeit sehen, was noch offen ist und konnte mir die Lernzeit frei einteilen. Dadurch hat sich die Familiensituation entspannt.

Bei einer berufsbegleitenden Ausbildung gehört auch immer Disziplin dazu. Wie hast Du Dich selbst organisiert, wie hast Du Dir die Lernzeit eingeteilt?
Schwanger war das noch einfacher, da ich abends immer Zeit hatte, 1 bis 2 Stunden etwas für die Weiterbildung zu tun, nachdem die anderen 3 Kinder im Bett waren. Aber auch nach der Geburt habe ich es gut hinbekommen, zwischendurch zu Lernen. Zudem haben mich die Inhalte interessiert, sodass mir das leichter fiel.

Lässt sich die Weiterbildung gut mit Deinem Alltag verbinden?
Definitiv. Wenn es mal stressiger war mit Kids, dann ging es halt nur schleppend voran. Ich musste ja nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig sein. Und dadurch, dass man Nachbetreuung hat, wird einem der Druck etwas rausgenommen. Ich wollte es aber dennoch in der Regelzeit schaffen.

Gab es Momente, in denen Du am liebsten alles abgebrochen hättest? Wenn ja: Wie bist Du mit diesen Situationen umgegangen und vor allem, wie hast Du es dann geschafft, weiterzumachen?
Ja, auch diese Phasen gab es mal, aber es waren eben nur Phasen, in denen rundherum viel los war. Geholfen hat mir das Ziel, dass ich das für mich machen möchte, um den Hintergrund meiner Arbeit zu verstehen und dann die Aussicht, dass ich in einer Gehaltsverhandlung für mich einstehen kann, weil ich weiß, was ich kann, was ich wert bin und auch, welchen Vorteil ich für die Firma bringen kann durch gezielte Maßnahmen. Dadurch steigt auch die Wettbewerbsfähigkeit meines Arbeitgebers.

Wie sieht Deine persönliche und berufliche Entwicklung nach der Weiterbildung aus und was hat sich in Deinem Leben verändert?
Mittlerweile besteht mein Team aus 2 weiteren Kolleginnen, welche mich unterstützen. Ich bin vorrangige Ansprechpartnerin der Geschäftsführung und der Mitarbeiterinnen und teile die Arbeiten nach den Qualifikationen meiner Kolleginnen auf. Persönlich würde ich sagen, hat mir die Weiterbildung geholfen, selbstsicherer zu werden und das zu schätzen, dass ich schwanger 2 Weiterbildungen gleichzeitig mit gutem Ergebnis geschafft habe und nebenbei noch den Patchworkhaushalt am Laufen hielt. Darauf bin ich wirklich stolz.

Nun liegt die Ausbildung bei uns an der Deutschen Sportakademie schon etwas zurück – was ist Dir von der Ausbildung besonders hängen geblieben? Vielleicht auch spezielle Themen, die Dir jetzt noch ab und zu bei Deiner Arbeit begegnen?
Tatsächlich begleiten mich die Kennzahlen im Arbeitsalltag und sind auch ein wichtiger Indikator für unsere Geschäftsführer. Auch das Thema Sucht ist aktuell und ich blättere dann in meinen Unterlagen wieder durch, wenn ich meine, da könnte was in dem Kapitel stehen.

Gibt es einen Fall aus der Praxis, der dir besonders im Gedächtnis geblieben ist und Dir gezeigt hat, dass Du den richtigen Beruf gewählt hast?
Immer dann, wenn ich zusammen mit der Arbeitssicherheit einen Arbeitsplatz mir genauer anschaue, die Belastungen des Mitarbeiters eruiere und wir danach Veränderungen vornehmen, welche zu weniger Ausfallzeiten führen, dann ist das für mich die beste Bestätigung, dass ich alles richtig gemacht habe und ich einen wertvollen Teil dazu beitrage, dass Mitarbeiter weniger erkranken und ich sie hoffentlich im Unternehmen gesund in die Rente begleiten darf.